Winning Moves: Saftiges Umsatzplus

Knapp 60 Prozent, das schafft nicht mal China: Winning Moves, der Verlag aus Kölns Lieblingsnachbarstadt, gibt sensationelle Wachtumszahlen bekannt. Das abgelaufene Geschäftsjahr sorgte mit einem Umsatzplus in Höhe von 58,3 Prozent bei den Düsseldorfern für knallende Sektkorken.

Noch mehr freut sich die Personalabteilung. Hier gab es ein Wachstum von 66 Prozent, sprich: das Team aus zwölf Mitarbeitern ist nun auch 20 aufgestockt worden. Da kann man schon stolz sein. Und macht die Kollegen neidisch. Denn auch wenn die Szene seit Jahren kaum Wachstum verzeichnet, sondern bei den üblichen 400 Millionen Euro Umsatz stagniert, so ist diese Meldung schon beeindruckend. Konkrete Zahlen rückt Winning Moves allerdings nicht raus.

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Womit sie das schaffen? Natürlich mit den üblichen Verdächtigen. Die Rede ist von Monopoly Kinder Überraschung und Co., Risiko mit Lizenzthemen und den Top-Trumps-Trumpfspielen.

Winning Moves begann sich vor drei Jahren strategisch neu auszurichten: Konsequente Orientierung an den Key Accounts, dem Massenmarkt; weg von den wunderbaren, kleinen Autorenspielen wie die schönen Klassiker Cartagena, Trans America oder Carolus Magnus. 2011 lag das Umsatzplus noch bei 10 Prozent, und das nicht wegen dieser typischen Euro-Spiele.

Winning Moves zog sich von der Spielemesse in Essen zurück, wandte dem rauen Klima in den Regalen den Rücken zu und konzentrierte sich auf das, was der Kunde kennt: Monopoly von Aachen bis Zwickau, Walking Dead-Risiko und so weiter.

Diese Rechnung scheint aufzugehen. Auch wenn der Verlags-Gründer und Vater des Autorenspiels, Alex Randolph, dafür in seinem Grab wahrscheinlich rotiert.



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