Ares-Neuheiten über Kickstarter (Update)

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Schlicht der immensen Fülle an Kickstarter-Projekten im Spielebereich ist es geschuldet, dass ich hier in letzter Zeit nicht jedes neue Spiel vorstelle, das in den USA über Crowdfunding vorfinanziert werden soll. Ich beschränke mich lieber auf heimische Initiativen wie Startnext oder die Spiele-Schmiede, das liegt uns näher und man kann auch mitmachen, ohne eine Kreditkarte zu haben.

Dennoch will ich Euch heute auf ein Kickstarter-Projekt aufmerksam machen; nämlich auf das der Italiener von Ares Games. Sie scheinen offenbar nun auch den direkten Weg ran an den Kunden zu wählen. Sowohl das Wings of Glory-Spin Off Sails of Glory als auch ein miniaturenlastiges SciFi-Koop mit dem Titel Galaxy Defenders müssen erst unbekannterweise mit Geld angeschubst werden, bevor es im Regal steht. Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass immer mehr innerhalb der Spieleszene so langsam auf reines Crowdfunding umziehen: Die Geek- und Hobbyspiele. Sind denn die Risiken für eine normale Auflage jenseits der 500 Stück zu groß? Soll der Gewinn durch direktes Ausliefern an Endkunden maximiert werden?

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Ares Games hisst am 4. März die Segel für Sails of Glory, ihr taktisches Schiffkampfspiel mit hübschen und historischen Miniaturen. Die Schiffe sind fix und fertig bemalt und zusammengesetzt, um damit direkt ins Spiel zu starten. Das erste Set spielt in einer Zeit, als kanonenschwere Fregatten sich vor dem Wind in günstige Schusspositionen manövrierten, jener Zeit eines Napoleon Bonaparte und der Schlacht von Trafalgar. Andere Epochen – mit antiken Galeeren oder der Bismarck – werden nicht ausgeschlossen.
Los gehen soll es mit einem Starterset bereits im Juli diesen Jahres inklusive vier Schiffchen – weitere 12 verschiedene Modelle stehen zudem zur Auswahl. Exklusiv nur für Kickstarter-Finanziers gibt es vier besondere Schiffe zu erwerben: La Concorde, die Fougueux, HMS Juno und HMS Bellerophon. Wem die nichts sagen, einfach mal bei Wikipedia anrufen. Da erfährt man dann zum Beispiel, dass die Bellerophon mit einer Breitseite 359 kg Gusseisen von einem Schiff aufs andere transportieren konnte. Für Fregatten jener Zeit war das übrigens nur schlapper Durchschnitt.

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Galaxy Defenders öffnet auf Kickstarter am 16. April und ist in Zusammenarbeit mit dem Gremlin Studio entstanden. Bis zu fünf Spieler bekämpfen gemeinsam außerirdische Eindringlinge in einer Reihe aufeinander folgender Szenarien. Inspiriert ist das Setting von SciFi-Filmen der 80er und 90er. Die Illustrationen könnten auch noch aus dieser Zeit stammen.
Das Spielmaterial besteht aus modularen Spielplanteilen, Miniaturen und über 100 Markern. Plus Würfel und Karten. Gespielt wird in jeder Runde nach dem für kooperative Spiele üblichen Schema: Ein Spieler führt seinen Charakter und im Anschluss macht er das, was das Spielsystem für die Aliens bestimmt. Zwischen den Missionen gewinnen die Spieler an Erfahrung, die sie in Fähigkeiten, Waffen und Taktiken ihres Charakters investieren können.


Original vom 19.2.13, Update 5.3.13: Die Kickstarter-Aktion für Sails of Glory hat begonnen und ist direkt am ersten Tag komplett vorfinanziert worden. War ja klar, dass das nicht in die Hose geht, 30.000 $ sind für so etwas nicht viel. Auf Sicherheit gespielt, würde ich sagen. Worin bei diesem Spiel je ein Risiko bestanden haben soll, frage ich mich.

Mal schauen, wie weit sie kommen, die Prognose versprechen ein Durchbrechen der 1-Million-Schallmauer. Segel setzen und los.


Update am 17.4.13: Galaxy Defenders hat nun auch auf Kickstarter losgelegt und nach acht Stunden schon die Hürde genommen. Hier könnt Ihr nachschauen. Für uns Europäer sind die Portokosten allerdings extrem hoch. Wer in die USA rüberfliegt und selbst im Lager abholt, kommt wahrscheinlich billiger davon. Da wird klar, für welchen Markt produziert wird.



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